Links oben 1. Oktober 2014

Links oben: Von Nischen und Paywalls

by Christian Jakubetz

Es bleibt die Frage alle Fragen: Wie verdienen Medien und Journalisten künftig ihr Geld? Paywalls? Nischen? Oder vielleicht doch mit ein bisschen staatlicher Förderung? Drei Fragen, drei Antworten – heute bei „Links oben“.

Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de
Geld verdienen – aber wie? (Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de)

Eine Debatte, die es auch in Deutschland gibt: Sollen Medien in irgendeiner Weise staatlich subventioniert werden? Nein, sagt Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe in Zürich: „Das Neue entsteht, ohne dass der Staat lenkt – was er weltweit reichlich schlecht macht, wenn er es versucht. Schweizer Medienhäuser werden neue Geschäftsmodelle entwickeln – ganz ohne staatliche Förderung.“ Förderungen, so Dengler, gefährden das Prinzip der Unabhängigkeit. Denn: Wer fördere, der fordere irgendwann auch.

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Trotzdem: Irgendwie muss man ja sein Geld verdienen. Das klappt im digitalen Zeitalter mit den bisherigen Geschäftsmodellen immer weniger, wie Daniel Bouhs in der taz schreibt. Weswegen es kein Wunder ist, wenn immer mehr Verlage ihr Heil mit bzw. hinter der Paywall suchen. Angesichts der zu erwartenden Pay-Modelle beispielsweise bei der „Süddeutschen Zeitung“ schreibt Bouhs: „Das kommende Jahr dürfte zeigen, ob Journalismus im Netz auch Geld bringt.“

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In der Nische könnte das mit dem Geld verdienen womöglich sogar leichter sein als auf den journalistischen Massenmärkten. Der Journalist Florian Treiß macht das derzeit mit einigen Newslettern, die er inzwischen zu einem kleinen Fachverlag gebündelt hat. Seine Erkenntnis: „Leute, besetzt spannende Nischen!“

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