Social Media 11. April 2014

Soziale Netzwerke: Mobil – und international

by Christian Jakubetz

Ein Thema, drei Trends: Soziale Netzwerke werden zunehmend eine Veranstaltung, die sich auf sehr wenige internationale Portale konzentriert. Deutsche Netzwerke hingegen können ihren Niedergang nach wie vor nicht aufhalten. Und: Immer öfter kommt der Traffic, den soziale Netzwerke an Webseiten liefern, von mobilen Endgeräten.

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Es ist an sich keine Überraschung: 2014 soll das Jahr werden, in dem erstmals mehr Menschen mobil als über einen stationären PC auf das Netz zugreifen. Kein Wunder also, dass soziale Netzwerk als Trafficbringer für die eigene Webseite zunehmend mehr über mobile Endgeräte funktionieren. Manche Netzwerke wie beispielsweise „Instagram“ sind sogar ausschließlich auf die mobile Nutzung ausgelegt. In den USA ist der Trend bereits auch in Zahlen klar erkennbar: Sechs der acht größten Netzwerke werden dort mehrheitlich mobil genutzt.  Das gilt auch für den Branchenriesen Facebook.

Dagegen zeigt sich mittlerweile auch, dass regionale – sprich: deutsche – Netzwerke in dem internationalen Konkurrenzkampf kaum mehr Chance haben; höchstens als Angebote in der Nische wie beispielsweise das Ehemaligen-Portal „Stayfriends“. Die große Ausnahme ist das Job-Netzwerk „Xing“, das sich konstant gut schlägt und auch den US-Konkurrenten „LinkedIn“ weiterhin auf Distanz hält. Was sich aber auch erklären lässt: In einem auf den deutschen Markt ausgelegten Netzwerk spielt der Gedanke, auch internationale Kontakte pflegen zu können, naturgemäß nur eine untergeordnete Rolle. Anders als in einem privaten Netzwerk wie „Facebook“: Wer will sich schon in einem regional begrenzten Netzwerk anmelden, wenn er möglicherweise Freunde hat, die sich über die halbe Welt verteilen?

Besonders dramatisch ist dabei weiterhin der Niedergang von „Wer kennt wen“. Von über 60 Millionen aus dem März 2012 sind inzwischen nur noch gut 13 Millionen Besucher übrig geblieben. Betreiber RTL hat allerdings ohnehin angekündigt, das Netzwerk einzustellen, falls sich bis Sommer kein Investor findet. Über 13 Millionen würde man sich allerdings bei den „Lokalisten“ freuen. Die Seite schaffte es im zurückliegenden März auf nicht einmal mehr zwei Millionen Besucher.

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