Digitales Leben 18. Oktober 2016

Adobe Spark: Storytelling-Tool im Test

by Christian Jakubetz

Erklärvideos, Social-Media-Teaser, Multimedia-Reportagen: Journalisten sollen immer öfter Geschichten erzählen, die mit den Mitteln der analogen Medien kaum zu bewerkstelligen sind.  Adobe hat ein Storyteling-Tool entwickelt, das beinahe alles können soll. Und das auch noch so simpel, dass man es schnell kapiert und nutzen kann. Ein  Test hier im „Universalcode“.

Adobe Spark
Social-Media-Teaser, Videos und ganze Seiten: Mit „Adobe Spark“ vergleichsweise leicht zu machen.

„Spark“ heißt das netzbasierte Ding, das aus drei Sektionen besteht: Videos, Social-Media-Posts und Multimedia-Reportagen bzw. ganze Seiten. Und wie so oft bei solchen Tools: Das alles soll auch dann funktionieren, wenn man von Programmieren keinerlei Ahnung hat. Tatsächlich basiert „Spark“ auf einer ganzen Reihe von Templates, so dass zumindest so viel schon mal sichergestellt ist: Wer beispielsweise mit „Powerpoint“ umgehen kann, der wird auch mit „Spark“ keine Probleme haben.

Anwendung

Man weiß das ja inzwischen: Social-Media-Posts, die nur aus Text bestehen – das funktioniert aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht mehr so richtig. Braucht man also wenigstens ein paar hübsche Teaserbilder, zumal es ja nicht für jedes Thema gleich ein knackiges Video gibt. Wenn man nicht gerade halbwegs profunde Kenntnisse in Photoshop o.ä. mitbringt, dann ist das mühselig und nervig. Adobe hat mit „Spark“ das Genre der Teaserbild-Templates sicher nicht neu erfunden, aber eine sehr solide Lösung hingestellt. Es gibt eine große Zahl von Vorlagen, man kann zudem halbwegs variabel mit Schriften, Farben und anderen Details variieren.  „Spark“ lässt sich in diesem Bereich mit anderen Anwendungen wie Dropbox, Google Photos oder (besonders sinnvoll) der Web-Version von „Lightroom“ verknüpfen. Natürlich geht auch der ganz simple Weg und man lädt einfach direkt ein Bild hoch.

Die Bilder lassen sich dann sowohl teilen als auch downloaden. Kleiner Wermutstropfen, der aber nachvollziehbar ist: Die Bilder sind mit „Adobe Spark“-Wasserzeichen gebrandet. Man kann dieses Wasserzeichen mit einem Share in einem sozialen Netzwerk entfernen lassen. Aber so viel aufgezwungene Viralität nervt dann doch ein bisschen.

Das Prinzip setzt sich auch bei den Anwendungen für Videos und Seiten fort. „Spark“ besticht durch einfache Anwendungen, die aber trotzdem vergleichsweise variabel sind. Klar, Templates sind Templates – und immer dann, wenn man eine Anwendung so leicht wie möglich machen will, schränkt man sie ein Stück weit wieder ein. Adobe hat diesen Spagat aber ordentlich hinbekommen.

Für wen eignet sich Spark?

Aus dieser Feststellung ergibt sich auch leicht die Antwort auf die Frage, wer „Spark“ nutzen soll. In Redaktionen und Unternehmen, die über große Grafik- und Designabteilungen verfügen, soll und wird das Tool kaum zum Einsatz kommen. Aber alle publizistischen Kleineinheiten oder Einzelkämpfer bekommen ein Instrument an die Hand, das vergleichsweise viel Zeit spart, gut zu bedienen ist und zudem – das ist im digitalen Zeitalter besonders wichtig – auch von unterwegs aus mit drei einzelnen Apps (für jede Anwendung eine).

Sinnvoll ist „Spark“ vor allem dann, wenn man auch andere Anwendungen von Adobe nutzt. Dann lassen sich Dateien besonders schön hin- und hervorschieben.

Kosten

„Spark“ ist kostenlos, man benötigt zur Anmeldung aber entweder eine (kostenlose) Adobe-ID oder man loggt sich mit Facebook oder Google ein.

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