Links oben 4. Oktober 2014

Links oben: Abschied vom Mainstream-Journalismus

by Christian Jakubetz

Eine aufregend gute multimediale Reportage, ein Interview mit jemandem, der nicht mehr an Mainstream glaubt – und die Frage, ob im Netz nur noch Trolle unterwegs sind. Das alles heute bei „Links oben“…

 

zeitonline

 

Ein Lesetipp aus zwei Gründen: Zum einen, weil die Kollegen von „Zeit Online“ mit diesem Projekt gezeigt haben, wie man multimedialen Journalismus plus Datenjournalismus so koppelt, dass daraus ein ebenso informatives wie unterhaltsames Stück Journalismus wird. Und zum anderen, weil sie zudem gezeigt haben, dass man das Thema „Deutsche Einheit“ auch ganz anders aufbereiten kann als mit irgendwelchen Besinnungsaufsätzen…

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Apropos Besinnungsaufsätze und Durchschnitts-Journalismus: Genau für letzteren sei in Zukunft einfach kein Platz mehr, glaubt John F. Harris. Er ist Chefredakteur des Politik-Portals „Politico“ aus den USA – das im kommenden Jahr mit einem Ableger nach Europa und Deutschland kommt. Seine Begründung ist simpel: „Das nächste große Ding ist also: sich vom Rest absetzen. Mit originären, besonderen Inhalten. Der Middle-of-the-road-Journalismus wird verschwinden. Für ihn gibt es kein Publikum und damit auch kein Geschäft mehr.“

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Nur noch Motzer, Nörgler und Trolle unterwegs? Das „Handelsblatt“ jedenfalls will nicht nur mit der Analyse beschränken, sondern zudem dafür sorgen, dass das Netz wieder sozialer wird…

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