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Politik-Journalisten sollten alle zurücktreten – schreibt ein Politik-Journalist. Und hyperlokale Journalisten brauchen noch viele gute Ideen, bis sie Geld verdienen. Schreibt ein hyperlokaler Journalist. Das alles (und mehr) heute bei “Links oben”.

Die Wahl ist gelaufen. Und naturgemäß ist das auch für Journalisten eine ganz gute Gelegenheit, die eigene Arbeit zu reflektieren. Im Falle der taz fällt das Resümee eher ungnädig aus: “Warum wir Journalisten zurücktreten sollten”, betitelt Sebastian Heiser seinen Beitrag – und hat darauf auch eine probate Antwort: Eine (beinahe) absolute Mehrheit der Union hatte niemand aus dem Politikjournalistenbetrieb auf dem Radar. Ein Fall von Versagen: “Wir alle haben es gleichermaßen vergeigt, übrigens in der taz kein bisschen weniger als überall sonst. Wir hauptberufliche Politikbeobachter und -erklärer haben unserem Publikum vorgemacht, dass wir etwas davon verstehen würden. Und jetzt stehen wir da, und jeder kann es sehen: Der Kaiser ist nackt!”

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Bei den Wahlen hat ja – wie man cialis free coupon more- Twitter eine erstaunlich große Rolle gespielt. Doch innerhalb der Plattform hat sich in der jüngsten Zeit etwas verändert: Die so genannten “Retweets” nehmen ab, stattdessen werden mehr und mehr Beiträge favorisiert. Eine Unsitte?   Martin Weigert schreibt: “Die wahrscheinliche Ursache für dieses Verhalten ist eine Konditionierung durch Facebook und andere Social-Web-Angebote. Der Like hat sich zum Standard der Ein-Klick-Gesten entwickelt, verursacht für Nutzer kaum mentale Kosten und hat – bei Facebook – dennoch die Fähigkeit, andere Kontakte auf den favorisierten Inhalt aufmerksam zu machen. Wenn nämlich mehrere Kontakte selbigen “liken”, dann taucht diese Aktivität in aggregierter Form im Newsfeed ihrer Freunde auf.”

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Und schließlich mal wieder die leidvolle Debatte ums Geld, vor allem dann, wenn es um Lokaljournalismus geht. Der Macher des hyperlokalen Blogs “Der Ismaninger” erzählt von hoher inhaltlicher Akzeptanz bei den Nutzern vor Ort – und dem Dilemma, daraus trotzdem (noch) keinen wirklichen Profit schlagen zu können: “Ewig kann ich die Anzeigenpreise nicht senken, sonst verramsche ich das Produkt. Ich werde jetzt auf 5 Euro pro TKP heruntergehen. Andere Seiten verlangen für gleichwertige Platzierungen 35 Euro, teilweise sogar deutlich mehr. Auch mit pauschalen Wochenpreisen hatte ich es versucht. Das schien mir aber nur ein bedingt faires Verkaufssystem für den Kunden zu sein. Immerhin gibt mal sehr gut besuchte und mal eher schlecht besuchte Wochen.”

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