Links oben 29. März 2015

Links oben: Und am Ende eine neue Welt

by Christian Jakubetz

Ein sehr genereller Ausblick auf den Medienwandel, ein als Hoffnungsträger gestartetes Projekt, das jetzt eingestellt wird – und eine durchwachsene Bilanz beim VdZ: die Themen heute bei „Links oben“.

Kleine Vorwarnung: Wer sich mit wirklich langen Texten eher schwer tut, sollte sich ernsthaft überlegen, ob er diesen Link  benutzen will. Dahinter verbirgt sich ein Text, der zwar wirklich sehr lang ist. Aber dafür auch einer, der absolut lesenswert ist. Der „Freitag“ dokumentiert dort eine Rede der designierten Chefredakteurin des „Guardian“,  die sich viele klugen Gedanken über den Medienwandel macht. Solche, die weit über das übliche „Journalismus-wird-digital“-Gerede hinausgehen – und dabei auch solche Aspekte wie die Veränderungen einer digitalen Gesellschaft und die neue Position des Lesers in dieser neuen digitalen Gesellschaft berücksichtigt. Man braucht Zeit für diesen Text. Aber er ist jede Minute wert.

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Kommen wir zurück in die Mühen des Alltags. Und damit zu einer Meldung, die die einen bedauern und von der die anderen sagen werden: Haben wir es doch gleich gesagt. In Köln wird das Projekt „Xtra“ wieder eingestellt; zumindest in seiner gedruckten Variante. „Xtra“ sollte eine Art Tageszeitung für ein sehr junges Publikum werden. Stattdessen wird das Projekt jetzt umgewandelt zu einer digitalen Event-Plattform; was immer das auch sein mag.

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Im Segment der gedruckten Zeitschriften hingegen herrscht Ernüchterung darüber, was bisher an digitalen Erlösen fließt. „Homöopathisch“ im Vergleich zu den Prut-Erlösen nennt sie beispielsweise der VDZ – und zeigt damit auch das Dilemma der Branche. Die neue Erlösquelle sprudelt noch nicht kräftig genug, die alte hingegen wirft zunehmend weniger ab.

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