Aktuell, Links oben 3. April 2013

Links oben: (Zeitungs-) Herbst mitten im Frühling

by Christian Jakubetz

Zeitung im Herbst ihres Daseins, Ausbildung und Qualität im digitalen Zeitalter und neue Formen der Kommunikation im Netz – „Links oben“ heute mit einem Blick in die (mögliche) mediale Zukunft.

Sieht die gedruckte Zeitung im Herbst angekommen: Markus Spillmann. (Foto: NZZ)
Sieht die gedruckte Zeitung im Herbst angekommen: Markus Spillmann. (Foto: NZZ)

Markus Spillmann, Chefredaktor der renommierten „Neuen Zürcher Zeitung“, zeigt sich ausgesprochen nüchtern: Die (gedruckte) Zeitung spüre den nahenden Herbst, schreibt er. Deswegen gelte es jetzt, dem Unausweichlichen ins Auge zu sehen. Dazu gehört aus seiner Sicht vor allem, dass digitale Kanäle künftig das dominierende Medium seien. Und: es müsse zudem eine starke Ausrichtung auf eine mobile Nutzung geben. Das muss nicht unbedingt automatisch weiteren Stellenabbau nach sich ziehen. Im Gegenteil: Wollen die Zeitungen in diesem neuen digitalen Markt überleben, dann brauchen sie „mehr und besser qualifizierte Berufsleute“.  Trotzdem bleibt am Ende Spillmanns Fazit: „Schmerzfrei wird dieser Prozess nicht sein.“

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Qualitätsstandards, Ausbildung, Handwerkszeug – natürlich muss man auch in einem völlig neuen, digitalen Zeitalter sich Gedanken über solche vermeintlich altmodischen Dinge machen. Bei „Vocer“ schreibt die Münchner Medienprofessorin Gabriele Goderbauer-Marchner auf, welche Standards zu beachten sind, wenn der Journalismus auch künftig eine Zukunft haben soll.

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Wer twittert oder vergleichbare Dinge im Netz macht, gilt schnell mal als Selbstdarsteller.  Doch diese Kritik sei weder sinnvoll noch neu, schreibt Kathrin Passig in ihrer neuen Kolumne bei „Zeit Online“.  Vielmehr hofft sie darauf,dass Kommunikation im und via Netz bald mal akzeptiert ist.

 

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