Aktuell 10. September 2012

Pressegrosso sieht Talsohle noch nicht erreicht

by Christian Jakubetz

Der Umsatz im deutschen Presse-Grosso ging in der ersten Jahreshälfte 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 0,81 Prozent zurück. Der Gesamtumsatz sank im Betrachtungszeitraum auf 1,279 Milliarden Euro. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Absatz- und Umsatzerhebung des Bundesverbandes Presse-Grosso.

Die Pressegrossisten machen sich Sorgen: Das Ende der Talsohle ist aus ihrer Sicht noch nicht erreicht. Dieses Jahr wurde weitgehend von Sammelbildchen gerettet. Aber was ist 2013? (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

Ursache des im Vergleich zu den Vorjahren moderaten Umsatzrückgangs waren insbesondere Zusatzumsätze im Bereich Nonpress anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2012. Im Grosso-Kerngeschäft Presse sah sich das Presse-Grosso hingegen mit einem Umsatzminus von minus 2,22 Prozent konfrontiert. „Die Talsohle scheint noch nicht erreicht zu sein“, zeigt sich Grosso-Vorsitzender Frank Nolte besorgt.

Der Gesamtumsatz des Presse-Grosso sank im ersten Halbjahr 2012 um 10 Millionen Euro auf insgesamt 1,279 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von minus 0,81 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ursache dieses vergleichsweise gedämpften Umsatzrückgangs waren die positiven Entwicklungen im Bereich Nonpress: Hier sorgten insbesondere Sammelbilder zur Fußballeuropameisterschaft 2012, für zusätzliche Einnahmen im Presse-Grosso. Im Kerngeschäft, dem Großhandel mit Presseerzeugnissen, ging der Umsatz dagegen um 29,9 Millionen Euro auf 1,229 Milliarden Euro zurück (minus 2,22 Prozent). „Der Eindruck eines moderaten Umsatzrückgangs täuscht“, betont Frank Nolte, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Presse-Grosso, mit Blick auf die aktuellen Zahlen. „Die Entwicklung unseres Kerngeschäfts ist nach wie vor besorgniserregend – die Talsohle scheint noch nicht erreicht zu sein.“

Auch mit Blick auf die Absatzzahlen von Zeitungen und Zeitschriften setzt sich der Trend der Vorjahre fort: So sank der Presseabsatz in Exemplaren im Betrachtungszeitraum um 71,6 Millionen Exemplare auf insgesamt 1,173 Milliarden verkaufte Exemplare (minus 5,59 Prozent). Hintergrund des im Vergleich zur Absatzentwicklung weniger deutlich ausgeprägten Umsatzrückgangs waren insbesondere verschiedene Preiserhöhungen bei Zeitungen und Zeitschriften seitens der Verlage.

An der aktuellen Absatz- und Umsatzerhebung des Bundesverbandes Presse-Grosso hatten sich alle 66 Pressegroßhändler beteiligt

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