Links oben 11. Mai 2015

Links oben: Auf der Suche nach dem Einhorn

by Christian Jakubetz

Ein paar wie immer grundsätzliche Fragen des digitalen Journalismus und die Antwort darauf, warum eine sehr spezielle Spezies von Journalisten momentan überaus begehrt ist – das alles heute bei „Links oben“.

Und wenn er dann auch noch programmieren kann..."Einhörner" gehören momentan zu der Gattung der gefragtesten Journalisten. (Foto: Markus Vogelbacher/pixelio.de)
Und wenn er dann auch noch programmieren kann…“Einhörner“ gehören momentan zu der Gattung der gefragtesten Journalisten. (Foto: Markus Vogelbacher/pixelio.de)

 

Sind soziale Netzwerke nicht eine eigentlich unsoziale Einrichtung? Eine, die uns Journalisten und Medien die Inhalte abluchst und dann zu Geld macht? Kann man möglicherweise so sehen. Unbestritten ist aber auch: Ohne journalistische Inhalte verlieren solche Plattformen ganz erheblich an Attraktivität. Nur mit „cat content“ alleine geht es halt nicht. Holger Schmidt fasst in seinem Blog den aktuellen Zwischenstand des „content war“ zusammen

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Krieg kann man einen anderen Trend vielleicht noch nicht nennen – wohl aber zumindest einen Kampf. Nämlich den um die immer noch seltene Gattung der „Einhörner“. So nennt man jene Journalisten, die nebenher auch noch ein ausgeprägtes Verständnis für die Welt der Entwickler mitbringen. Wenn sie dann auch noch über ein paar Grundkenntnisse in HTML und Java verfügen – perfekt! Der Journalistentrainer Peter Berger erklärt im Interview mit dem „Standard“, warum solche „Unicorns“ so begehrt sind.

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Immer noch unentschieden ist die Debatte, wie sinnvoll Paywalls für Tageszeitung sind. In Deutschland sind es inzwischen über 100, die in verschiedenen Varianten auf bezahlte Inhalte sind. In Kanada hat der „Toronto Star“ hingegen seine Paywall wieder hochgezogen. Zu hohe Kosten, zu viele Stornierungen, zu wenig virale Verbreitung der Inhalte: Man muss nicht der gleichen Meinung sein, lesenswert ist das Fazit des gescheiterten Versuchs dennoch.

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