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Findet der Journalismus künftig nur noch in Netzwerken durch virale Verbreitung statt? Und dann noch geschrieben von Robotern? Und: Ist das dann gut oder schlecht? Fragen über Fragen – heute bei “Links oben”.

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Maschine ohne Mensch? Für journalistische Texte werden zukünftig möglicherweise immer weniger Journalisten gebraucht. (Foto: Jakubetz)

Sogar bei der “New York Times” glauben sie inzwischen ja nur noch bedingt an die Homepage als solche. Und tatsächlich gilt das inzwischen als halbwegs gesichert: Ohne den Einsatz sozialer Netzwerke können journalistische Online-Angebote mittelfristig kaum mehr überleben. Aber wie bekommt man es eigentlich hin, dass die eigenen Inhalte möglichst viel geteilt und weiter verbreitet werden? Die zehn goldenen Regeln zur Beantwortung dieser Frage gibt es leider (noch) nicht. Weil die Entscheidung, ob und was wir teilen, sehr viel mit Psychologie und Emotion zu tun hat.

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Auf der einen Seite spielen also schwer kalkulierbare Emotionen eine immer wichtiger Frage im Journalismus. Auf der anderen Seite steht eine Entwicklung, die mit Emotionen absolut nichts zu tun haben: Algorithmen und Roboterjournalismus. Texte also, an deren Erstellung ein Journalist gar nicht mehr beteiligt ist, weil er von einer Maschine geschrieben wird. Eine Vorstellung, über die sich Journalisten naturgemäß nicht wirklich freuen. Sollten sie aber, findet Konrad Weber: Algorithmen machen den Journalismus besser, glaubt er. So oder so ist es Zeit, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Schließlich sollen schon in 15 Jahren rund 90 Prozent aller Inhalte von Robotern erfasst werden.

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Zu den aktuellen Entwicklungen im Netz gehört aktuell auch der Erfolg von Seiten wie beispielsweise “Heftig”. Deren Prinzip: Inhalte aus dem Netz zusammenzusuchen, um sie dann möglichst viral zu verbreiten. Aber darf man das überhaupt aus urheberrechtlicher Sicht?  Ein erfolgreiches, aber aus rechtlicher Sicht ziemlich riskantes Geschäftsmodell, urteilt der Anwalt Carsten Ullbricht.

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