Ausbildung 26. Mai 2014

ABZV eröffnet neue Debattenseite

by Christian Jakubetz

Bekommen Redaktionen demnächst ernsthafte Schwierigkeiten bei der Suche nach geeignetem Personal? Könnte gut passieren, glaubt die HR-Spezialistin Anke Vehmeier. In einem Beitrag für die neu eröffnete Debattenseite der ABZV schreibt sie, wer mit den Attributen „Provinz“ und „altbacken“ statt „innovativ“ und „attraktiv“ assoziiert werde, hat kaum eine Chance, die Besten zu finden und langfristig zu binden.

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Gesucht: jung, technisch versiert, guter Journalist, ggf. Hoodie-Träger. Für Medienhäuser allerdings immer schwerer zu bekommen. (Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Fast nichts ist im Journalismus spannender als eine gute Debatte. Ein Grund für die ABZV, auf ihrer Webseite eine neue Debatten-Rubrik zu eröffnen. Den Beginn macht ein Text von Anke Vehmeier zum Thema Personalentwicklung.

Dabei attestiert Lehmeier „einigen Medienhäuser“, dass die Neuausrichtung der Personalpolitik bereits begonnen habe. Allerdings betreffe auch in solchen Häusern diese Neuarichtiung häufig lediglich die Verlagsseite. In den Redaktionen seien Volontäre mancherorts immer noch die billigen Arbeitskräfte, die am Ende der Ausbildung nicht übernommen werden. Dies sei, auch unternehmerisch, eine problematische Vorgehensweise, nicht für den eigenen Bedarf, sondern für den Markt und damit für die Konkurrenz auszubilden.

Die Neuausrichtung von Personalpolitik müsse allerdings auch andere Bereiche als die Ausbildung betreffen. Gerade die Digitalisierung schaffe völlig neue Berufsbilder. Lehmeier: „Wie und wo finden Redaktionen den technisch-versierten CvD, den mobilen Journalisten, den künftigen Korrespondenten, den organisierten und führenden Lokalchef, den managenden Deskleiter, den investigativen Journalisten und den Social-Media-Redakteur?“. Angesichts dessen werde Personalplanung zu einer strategischen Aufgabe.

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