Ausbildung 25. März 2012

Journalistenschulen als soziale Siebe?

by Christian Jakubetz

Sind ausgerechnet Deutschlands Journalistenschulen eher unverbindlich, wenn es um die Chancengleichheit von Bewerbern geht? Eine Untersuchung legt diesen Schluss zumindest nahe…

Eine Tatsache, die schon seit etlichen Jahren moniert wird:  Die Durchlässigkeit in Deutschlands Bildungssystem ist zu niedrig. Kinder aus nicht-akademischen Elternhäuser werden überpropotional häufig dann selber auch keine Akademiker. Ausgerechnet in den deutschen Journalistenschulen soll jetzt aber diese ohnehin schon hohe Qoute noch höher sein. Mehr als zwei Drittel der Schüler stammen aus einer „hohen Herkunftsgruppe“. Durchschnittlich liegt diese Quote in anderen akademischen Berufen bei 51 Prozent. in anderen Kinder von Facharbeitern etwa kommen gar nicht vor. Das hat Clarissa Lueg, Doktorandin an der TH Darmstadt in ihrer Dissertation untersucht. Eine Gefahr für eine „kompensatorische, anwaltschaftliche Berichterstattung“, befürchtet die Autorin.

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