Aktuell 27. Februar 2012

Netz macht mobil, bei Arbeit, Sport und Spiel…

by Christian Jakubetz

Für viele Medienexperten ist das der große Trend der kommenden Jahre — und anscheinend für viele Laien auch: mobiles Internet. Der Anteil derer, die sich vorstellen können, das Web in absehbarer Zeit ausschließlich mobil zu nutzen, ist stark angestiegen. Auch alle anderen Indikatoren zeigen eindeutig nach oben.

Smartphone oder Tablet: Der mobile Internetzugang sorgt auch für längere Nutzung.

Die Initiative D21 hat eine ausführliche Studie zum Thema „mobiles Internet“ anfertigen lassen. Dabei ist vor allem ein Ergebnis erstaunlich: Egal, ob man den digital fortgeschritteneren Teil der Bevölkerung fragte oder diejenigen, die sich dem Thema eher langsam annähern, jeweils über 40 Prozent können sich vorstellen, das Internet künftig nur noch mobil zu nutzen. 41 Prozent der sogenannten „digital wenig Erreichten“ sagen das von sich, bei den „Digital Souveränen“ sind es sogar 45 Prozent. Dabei driften die Aussagen darüber, ob schnellere Verbindungen ein Grund für intensivere Nutzung wäre, auseinander. Bei den „Souveränen“ sind es 45 Prozent, die bei  einem schnelleren mobilen Web auch ihre Nutzung erhöhen würden. Das spielt hingegen für die „wenig Erreichten“ eine deutlich geringere Rolle, hier schließen sich nur rund 27 Prozent dieser Aussage an.

Grafik: Initiative D 21

Ebenfalls auffällig: Die Hardware-Ausstattung in Deutschland wird zunehmend vielfältiger. Handy, stationärer Rechner, Laptop, Tablet, es gibt immer mehr Haushalte, die über eine ganze Gerätepalette verfügen. Der Unterschied zwischen den digital Souveränen und den wenig Erreichten manifestiert sich hier erwartungsgemäß vor allem an Smartphones und Tablets. Bei beiden Geräten sind die „Souveränen“ deutlich vorne. Allerdings zeigt sich auch, dass selbst die wenig Erreichten bei beiden Themen aufholen: Ein Smartphone besitzen bereits rund 11 Prozent, weitere fünf Prozent planen eine baldige Anschaffung. Bei Tablets sieht es etwas zurückhaltender aus: Hier sind es lediglich rund ein Prozent, ein weiteres Prozent plant den Kauf. Bei den digitalen Souveränen findet sich hingegen bereits bei 11 Prozent ein Tablet, weitere fast zehn Prozent haben fest vor, sich demnächst eines zuzulegen.

Viel Übereinstimmung herrscht auch bei der Frage, ob sich der Web-Konsum durch die mobile Nutzung quantitativ verändert hat. Eindeutiger Trend: Mobiles Web sorgt für eine längere Nutzung. Bei den wenig Erreichten sagt jeder Zweite, er verbringe durch die mobilen Möglichkeiten mehr Zeit im Netz. Bei den digitalen Souveränen nehmen dies sogar 62 Prozent für sich in Anspruch.

Die gesamte Studie findet sich zum Download hier.

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