Social Media 30. November 2011

Soziale Netze – Nachrichtenquelle Nummer eins?

by Christian Jakubetz

Vor Jahresfrist noch undenkbar, inzwischen selbstverständlich: Immer mehr Nutzer holen sich ihre Nachrichten nicht mehr von Nachrichtenseiten. Für Nachrichtenredaktionen bedeutet dies, dass sie zunehmend in den Communitys vertreten sein müssen, um ihre Reichweiten zu erhöhen.

Die SZ bei Facebook: Immer mehr nutzen soziale Netze als Einstieg in die Nachrichtenlage des Tages.

Auf den ersten Blick klingt das wunderlich: Nachrichtenseiten bieten Nachrichten an – und sollen trotzdem bei Facebook oder Twitter ihre Nachrichten anbieten? Unabdingbar, sagt der Branchenverband BITKOM. Für diese Meinung führt er eine eigens erstellte Studie ins Feld. Demnach nutzen inzwischen von den unter 30jährigen sagenhafte 96 Prozent ein soziales Netzwerk (die meisten davon natürlich auch in Deutschland Facebook). Davon wiederum nutzt rund jeder Dritte nach den BITKOM-Erkenntnissen die Seite als Nachrichtenquelle.

Natürlich, überflüssig werden die Nachrichtenseiten dadurch nicht. Vielmehr sind Facebook oder Twitter häufig die Ausgangspunkte zu Ausflügen auf die Webseiten.  Speziell Twitter hat ja ohnedies durch seine Beschränkung auf 140 Zeichen und die sekündliche Aktualisierung den Charakter eines ganz persönlichen Tickers. Immer häufiger verschaffen sich Nutzer einen Überblick nicht erst durch einen Ausflug auf die Startseite von „Spiegel Online“ oder „Sueddeutsche.de“. Vielmehr ist es der eigene Account in den sozialen Netzwerken, der zu einer Überssichtsseite über die Geschehnisse in der Welt geworden ist.

Neben der grundsätzlich hohen Bereitschaft, sich über soziale Netze zu informieren, kommt eine hohe Regelmäßigkeit der Nutzung hinzu. Der Studien zufolge loggt sich rund jeder Dritte einmal im Netzwerk seiner Wahl ein.

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