Aktuell, Links oben 8. Februar 2011

Links oben: Wer will schon Sex, wenn er twittern kann?

by Christian Jakubetz

Ach ja, diese sozialen Netze: sind inzwischen beliebter als Sex, manchmal aber leider mit ausgesprochen teuren Folgen versehen. Ein echter Ratgeber-Überblick heute bei „Links oben“.

Eines der beliebtesten (Vor-)Urteile von Nonlinern über soziale Netze lautet: Da steht eh nur Quatsch drin, den kein Mensch wissen muss. Der Journalismuslehrer Woolf Schneider beispielsweise hat seinen Ausstieg aus Facebook explizit damit begründet, er wolle schlichtweg nicht wissen, welcher seiner Freunde gerade eine Bratwurst isst. Wollen viele andere auch nicht: Belanglose Tweets aus dem Privatleben kommen bei den Nutzern von Twitter denkbar schlecht an, ebenso wie solche, die mit  Hashtags RT´s und ähnlichem Symbolkram überladen sind. Die entsprechende Studie, die Sebastian Matthes vorstellt, erklärt aber gottlob auch, wie man es besser machen könnte, sprich: welche Tweets gerne gelesen werden.

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Neuer Trend, nicht ohne Gefahren: Pinterest.

Aber dieser sozialen Netze und eben auch „Twitter“ haben noch andere verblüffende Aspekte. Normalerweise heißt es ja: Sex sells! Möglicherweise aber muss es demnächst mal heißen: Twitter sells! Irgendjemand hat nämlich jetzt mal rausgefunden, dass Hardcore-Twitterer (und mal ehrlich: wer ist das nicht?) sogar sexuelle Handlungen nach hinten verschieben, wenn stattdessen gerade ein wichtiger Tweet wartet. Als nächstes folgt dann vermutlich noch eine Studie über den Zusammenhang zwischen Geburtenschwund und Twitter. Thema, Herr Heveling?

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Im digitalen Neudeutsch nennt man sowas wohl „the next big thing“: Die Welt tumult sich gerade auf Pinterest. Das Prinzip: mit sogenannten Pins Inhalte schnell und optisch ansprechend aufbereitet auf so genannten Boards zu teilen. Oder wissenschaftlicher ausgedrückt: Inhalte zu kuratieren. Das kann aber seine rechtliche Folgen haben. Zwischen teilen und verlinken gibt es übrigens ein paar Unterschiede, die man beachten sollte.

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Überhaupt, die Abmahnerei grassiert ja ohnehin ziemlich heftig im Netz. Ein mal eben auf ein Profil gepostetes Bild, das dem Copyright unterliegt, kann schnell mal ein paar Hundert Euro kosten. Grund genug, dass sich ein paar Dinge im Urheberrecht endlich ändern müssen, wie man bei „Spiegel Online“ findet.

Comments 1
  • Schreibt den Namen des Mannes doch bitte richtig: „Journalismuslehrer Woolf Schneider“. Man will ja nicht, dass der noch hier rumpöbelt 😉

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