Mobile 20. Mai 2017

Mobile Zukunft: Instagram, Android und Handy

by Christian Jakubetz

Mehr Instagram, weniger Tablets – und noch viel, viel mehr Android: Sieht so die Zukunft der Medien aus, wenn es um Social Media und Mobile geht? Zwei Statistiken und eine interessante Theorie lassen sich jedenfalls zu diesem Eindruck zusammenfassen…

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Tablet vs. Smartphone: Der Kampf ist entschieden. Die Verbreitung von Tablets geht immer weiter zurück. Währenddessen setzt sich auf den Smartphone Android als das alles dominierende Betriebssystem durch. Das sollte auch auf den Journalismus Auswirkungen haben, sagt eine BBC-Reporterin.

Keine Ahnung warum, aber wenn man mit Medienmenschen über die Bedeutung sozialer Netzwerke spricht, dann kommt eines immer ein wenig kurz: Instagram wird selten sofort genannt, wenn es um die Frage geht, wo man sich als Journalist aufhalten sollte. Dabei wächst Instagram immer weiter. So stark, dass nach einer neuen Prognose bis 2020 über 16 Millionen Deutsche die Plattform nutzen sollen. Das wäre dann gar nicht mehr so weit entfernt von Facebook. Und deutlich größer als Twitter allemal.

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Dagegen scheint ein anderes Ding langsam an seine Grenzen zu kommen: Die Verbreitung von Tablets nimmt aktuell ab. Laut Global Web Index sagen inzwischen nur noch 42 Prozent der Computerbesitzer, auch ein Tablet zu besitzen. Die Gründe dafür sind schnell aufgezählt: Den meisten genügt ein Smartphone. Was auch aus einer anderen Zahl hervorgeht: Insgesamt stammen nur noch 12 Prozent des weltweiten mobilen Traffics von Tablets. Kein Wunder, zu einem richtigen Mobile haben sich Tablets nie entwickelt, während umgekehrt Smartphones inbesondere durch die Weiterentwicklung zu Phablets so lesefreundlich geworden sind, dass man sie als echtes Informations-Gerät verwenden kann.

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Und weil wir gerade schon bei den mobilen Geräten sind: Die Zukunft des mobilen Journalismus liege eindeutig eher bei Android denn bei iOS. Diese interessante These stammt von einer  Ihre Begründungen: Android sei in Wahrheit das Massen-System. Schon alleine deswegen, weil Apple auf eine Hochpreis-Politik setze und deshalb gemessen an den absoluten Zahlen ein Nischen-Angebot sei. Die aktuellen Verbreitungszahlen geben der Dame jedenfalls recht; der Markt der mobilen Betriebssysteme wird eindeutig von Android beherrscht. Und möglicherweise ist die Journalisten-Wahrnehmung ja auch etwas geprägt. Weil wir, wie in dem Text heißt, die Neigung haben, in einer Apple-Filterblase zu leben.

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