Software 31. August 2016

360 Grad für Facebook: So geht´s!

by Christian Jakubetz

So schnell geht das in der digitalen Welt: Gerade eben noch ein Insider-Ding, jetzt schon Mainstream. 360-Grad-Fotos haben sich rasant verbreitet. Aus einer ganzen Reihe von Gründen: Passable Kameras sind inzwischen schon für wenige hundert Euro zu bekommen. Dazu kommt, dass sie vergleichsweise einfach zu bedienen sind. Der vermutlich wichtigste Faktor aber inzwischen: Facebook hat das Einbauen von 360-Grad-Bildern inzwischen zu einem Standard gemacht – können muss man dazu gar nichts mehr.

Nur eines noch: 360-Grad-Fotos machen. Doch selbst das bekommt man inzwischen hin, ohne dafür besondere Kenntnisse zu haben oder womöglich gar eine spezielle Kamera. Mit der Street-View-App von Google beispielsweise ist es kein sehr langer Weg vom Bild hin zur Publikation bei Facebook.

unnamed360 Grad: Wie funktioniert das?

„Street View“ -App öffnen (iOS, Android), mit dem Kamera-Button (rechts unten) die Aufnahme starten. Das geht vergleichsweise einfach: Wenn man einen beliebigen Startpunkt gewählt hat und man sich dann in eine beliebige Richtung weiterdreht, sucht sich die App automatisch den nächsten Punkt und markiert in mit einem Kreis. Diesen Punkt dann als nächstes anwählen und fotografieren. Keine Sorge, falsch machen kann man da fast nichts. Wenn man den Punkt nicht richtig anvisiert oder eine Bewegung zu schnell war, dann löst die Kamera nicht aus. Hat man den von der App angegebenen Kreis hingegen richtig im Visier, löst die Kamera automatisch aus.

In welche Richtung man sich bewegt, spielt prinzipiell keine Rolle. Wichtig ist nur, dass man tatsächlich am Ende des Fotos 360 Grad des Objektes erfasst hat. Insofern empfiehlt es sich, eine Bewegungsrichtung einzuhalten. Eine Vorschau-Funktion zeigt, wie das aufgenommene Bild aussieht. Dann entweder speichern oder verwerfen und neu versuchen.

Das aufgenommene Foto kann direkt von der App aus zu Facebook hochgeladen werden. Das ist mit zwei Klicks erledigt, spezielle Einstellungen braucht man dafür nicht. Facebook erkennt automatisch, dass es sich um ein 360-Grad-Foto handelt.

Wichtig: Street View kann nur Fotos, Videos sind damit nicht möglich.

Wer eine eigene 360-Grad-Kamera besitzt, kann sich mit der App koppeln und das Smartphone damit quasi zum Kontroll-Monitor machen. Das ist ebenfalls eine durchaus empfehlenswerte Option, auch wenn die meisten Kameras dafür eigene Apps anbieten. Wer seine Bilder bei „Street View“ veröffentlicht, hat sich damit auch auf der entsprechenden Map-Funktion verewigt. Das kann ja als Journalist auch ganz praktisch sein, wenn man den entsprechenden Kartenausschnitt auch noch verwenden will.

Welche Vorteile hat die Street-View-App?

Erst einmal: Sie funktioniert zuverlässig, wie man das von Google gewohnt ist. Und sie ist denkbar einfach zu bedienen. Man bekommt zuverlässig gute Fotos damit hin, ohne lange überlegen zu müssen. Und man kann sie sehr schnell posten. Ideal also für alle, die nur gelegentlich mal ein 360-Grad-Panorama posten wollen, ohne sich gleich teures Equipment kaufen zu wollen.

Und die Nachteile?

Eine halbwegs professionelle 360-Grad-Kamera ersetzt man mit der App nicht. Manche Übergänge sind unsauber und der Aufwand, den betreiben muss, ist ungleich größer als mit einer 360-Grad-Kamera. Bis man die ganzen Einzelaufnahmen hat und bis die halbwegs zusammenpassen, vergehen schon mal ein paar Minuten. Wer es also als Journalist ewig hat, für den ist die App keine große Hilfe.

 

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