Links oben 29. Januar 2015

Links oben: Vom Aufstieg und Fall digitaler Größen

by Christian Jakubetz

Sozial und mobil: Geschichten über die nächsten großen Dinge im Netz und darüber, warum eine bisher groß gehandelte Gerätegattung schon wieder an ihr Ende kommen könnte. Das alles heute bei „Links oben“…

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Stetiges Wachstum: Ist das Smartphone am Ende der Gewinner der mobilen Mediengeschichte? (Foto: Harald Wanetschka_pixelio.de)

 

Es geht ja im Netz beinahe nicht anders: Irgendwie ist man immer auf der Suche nach dem nächsten großen Ding. Momentan deutet einiges darauf hin, dass es das Thema „Mobile“ sein wird. Für Joshua Benton, Direktor des Nieman Lab, handelt es sich dabei nicht nur um einen Trend, sondern einen richtiggehenden Paradigmenwechsel: „Dieser starke Wandel des Nutzerverhaltens in Richtung mobiler Endgeräte ist fast so extrem wie der damalige Wechsel zum Web.“ Gut möglich also, dass wir uns alle in der nächsten Zeit ziemlich viel mit dem Thema Smartphone befassen müssen…

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Smartphone? War nicht noch vor gar nicht so langer Zeit die Rede davon, dass sich der Medienkonsum künftig vor allem auf Tablets abspielen wird. Gerade fünf Jahre nach dem ersten iPad allerdings gibt es schon wieder Stimmen, die aktuell den Abgesang auf die Gerätegattung Tablet anstimmen. Niemand wisse mehr, für was so ein Gerät überhaupt gut sein solle, schreibt beispielsweise die gerne Trend setzende „Wired“: „An iPad might still be the best option for idly surfing around the web. But if you want to look something up, the iPhone has a huge advantage: It’s right there in your pocket.“

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Unbestritten ist neben den Trend zu mobilen Geräte auch die Tatsache, dass sich Menschen im Netz zunehmend nicht nur auf Webseiten, sondern auch in sozialen Netzwerken aufhalten. Wir Journalisten glauben ja immer noch gerne, es handle sich dabei hauptsächlich um Facebook und Twitter. Wirft man einen Blick auf die am schnellsten wachsenden Netzwerke, muss man allerdings festhalten: Irrglaube! Geht es um das Wachstum der Mitgliederzahlen und vor allem der wirklich aktiven Mitglieder, dann kommt man derzeit an drei Namen nicht vorbei: Pinterest, Tumblr und Instagram. Bei Facebook geht der Trend sogar nach unten, Twitter ist in einer Phase der Beinahe-Stagnation. Weswegen sich auch noch eine andere Frage stellt: Müssen Journalisten sich überhaupt in den klassischen sozialen Netzwerken tummeln? 

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