Links oben 13. Januar 2015

Links oben: Warum Facebook öde ist und niemand Twitter versteht

by Christian Jakubetz

Wie ein Teenager soziale Netzwerke sieht,  ein paar Prophezeiungen für das gerade begonnene Jahr – und zwei Alternativen zum oft genutzten, aber nicht immer heiß geliebten Word – das alles heute bei „Links oben“.

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Uncool: Facebook. Cool: What´s App.

 

Lustig ist das ja schon irgendwie: Da reden wir Journalisten, zumindest die so ungefähr mittelalten unter uns, gerne und viel über Facebook. Darüber, wie wichtig es sei, da präsent zu sein. Weil das ja irgendwie die Zukunft sei. Glaubt man allerdings einer wachsenden Zahl von jüngeren Nutzern, dann ist Facebook ungefähr so cool wie ein Traktor. „Facebook is something we all got in middle school because it was cool but now is seen as an awkward family dinner party we can’t really leave. It’s weird and can even be annoying to have Facebook at times“, schreibt ein 19jähriger aus den USA in diesem Beitrag. Und gibt gleichzeitig noch ein paarinteressante Einblicke, wie die nächste Generation der Medien-Nutzer diese Sache mit den sozialen Netzwerken sieht. Übrigens kommt auch der zweite Journalisten-Liebling unter den Netzwerken nicht sonderlich gut weg: „To be honest, a lot of us simply do not understand the point of Twitter. There is always a core group at every school that uses it very religiously to tweet and another group that uses it to simply watch or retweet, but besides that many don’t use it.“

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Überhaupt, dieses Twitter und die Journalisten: „For the media, Twitter will settle into its ultimate role on an increasingly television-like internet as its grim and noisy and constant 24-hour news channel.“ Heißt es zumindest in diesen Vermutungen, was das Medienjahr 2015 so alles bringen könnte. Düstere Prophezeiungen gibt es dabei vor allem für die etablierten Medien: „Old media layoffs will accelerate; coverage of old media layoffs will all but disappear. Magazines—national magazines at large companies!—will vanish in silence.“ Auf der anderen Seite: Wann gab es die in den letzten Jahren eigentlich nicht?

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Aber nachdem 2015 ja schon begonnen hat und der zweite Monat des Jahres beinahe schon wieder in Sichtweite ist: genug der Blicke in die Glaskugel; ab sofort darf man solche Materialien für die Jahresrückblicke zur Seite legen. Kommen wir stattdessen zurück in die Gegenwart, in die Rarität – und in die Praxis. In der schreibt man auch im Jahr 2015 immer noch Texte mit „Word“. Oder „Pages“. Muss aber nicht sein, wie Sebastian Brinkmann schreibt: zwei Textverarbeitungsprogramme außerhalb der gängigen Standards im Vergleich.

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