Links oben 29. November 2014

Links oben: Journalismus, mehr als Papier

by Christian Jakubetz

Ach ja, eigentlich will man das nicht, aber darüber reden muss man ja dennoch mal wieder: Wie ist diese Sache mit der Medienkrise eigentlich? Geht´s uns wirklich so schlecht, wir wir immer hören? Mögliche Antworten darauf – heute bei „Links oben“.

"Journalism is more than just newspapers". (Foto: Jakubetz)
„Journalism is more than just newspapers“. (Foto: Jakubetz)

Nanu – eine Medienkrise, und wir reden davon, dass der Journalismus in der digitalen Ära gerade dabei sei, selbstbewusster und erwachsener zu werden? Zu diesem Schluss kommt jedenfalls in einem Beitrag für das „Upload-Magazin“: „Neue Projekte entstehen, die nicht mehr auf möglichst hohe Abrufzahlen setzen, sondern ihre Leser mit anspruchsvollen Beiträgen gewinnen wollen. Sie haben tatsächlich eine Chance, wie erste Beispiele zeigen. Das liegt auch an der Erkenntnis: Es gibt Leser, die für gut gemachte digitale Inhalte zahlen.“

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Und selbst wenn wir es mit einer wie auch immer gearteten Krise zu tun haben sollten: Dem Journalismus selbst geht es immer noch ziemlich gut, danke der Nachfrage. Das Problem seien eher die Geschäftsmodelle der Massenmedien, insbesondere der Zeitungen. Aber, das als Trost: „Journalism is more than just newspapers.“

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Wie werden dann diejenigen, die inzwischen weitgehend außerhalb der Zeitungswelt groß werden, mit Medien umgehen? Digital natürlich, wie eine neue Studie zeigt. Obwohl es ganz großes Paradox jetzt schon zu beobachten gibt: Zwar liest nur noch jeder Dritte Jugendliche Tageszeitung, dennoch ist sie das Medium, dem diese Altersgruppe immer noch den größten Vertrauensvorschuss erweist. Und: weniger Facebook, dafür fast alle „What´sApp“.

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