Links oben 24. August 2014

Links oben: Mehr Lokales ins Lokale

by Christian Jakubetz

Weniger Zentralismus für Lokalzeitungen, nahezu null Reaktionen auf Social Media und eine Aufforderung dazu, Störenfriede einfach verhungern zu lassen – das alles heute bei „Links oben“.

Die Zukunft gehört dem Netz. Mt allen Vor- und Nachteilen. (Foto: Gerd Altmann/pixelio.de)
Die Zukunft gehört dem Netz. Mt allen Vor- und Nachteilen. (Foto: Gerd Altmann/pixelio.de)

 

Was macht die Vorzüge einer Regionalzeitung aus? Das Lokale – meint Paul Josef Raue, Chefredakteur der „Thüringer Allgemeinen“, die selbst zu dieser Gattung gehört. Raue wendet sich nunmehr massiv gegen den Hang zur Zentralisierung. Und damit auch gegen die sogenannten „Desks“, die noch vor wenigen Jahren als die potentiellen Heilsbringer für Tageszeitungsredaktionen galten. „Lasst die Provinz hochleben! Schafft den Zentralismus ab! Habt Mut, Euch Eures eigenen Verstandes zu bedienen – statt das Massenprodukt aus Zentralredaktionen den Lesern überzustülpen!“, schreibt Raue.

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Geahnt hatte man das schon länger, zumal ein solches Phänomen im Netz ja auch nicht unbekannt ist. Jetzt aber hat man Gewissheit: der allergrößte Teil aller Postings im Netz bleibt ohne irgendeine spürbare Resonanz. Eine Studie sagt jetzt: 99 Prozent der Beiträge versanden, ohne dass es etwas wirklich Spürbares passiert. Dass es ein Trugschluss wäre, wenn nun 99 Prozent der im sozialen Netz vertretenen Menschen aufhören würden zu posten, stellt dieser Beitrag hier aber auch gleich klar.

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Apropos (soziales) Netz: Dazu gehört natürlich auch jene unangenehme Spezies, die man gemeinhin als „Trolle“ bezeichnet. Also Menschen, denen es weniger auf eine gute Debatte als vielmehr die Störung einer solchen ankommt. Darüber ist speziell in letzter zeit viel debattiert und nach schärferen Regeln geschrien worden. Jochen Wegner  plädiert bei „Zeit Online“ allerdings für eine vergleichsweise einfache Lösung: „Lasst die Trolle verhungern.“

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