Digitales Leben 25. Juni 2014

Paywalls: Von zart bis hart

by Christian Jakubetz

Immer mehr Tageszeitungen in Deutschland setzen auf Bezahlinhalte im Netz. 76 sind es derzeit – und der Präsident des BDZV ist sich sicher: Noch in diesem Jahr werden es über 100 sein. Bei den Bezahlmodellen haben die Blätter in Deutschland momentan einen eindeutigen Favoriten…

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Alles gratis: Diese Zeiten sind in Deutschland schon länger vorbei. Wer journalistische Inhalte lesen will, muss wenigstens teilweise dafür bezahlen. 76 deutsche Tageszeitungen haben sich das im Lauf der letzten Jahre zur Devise gemacht. Am beliebtesten ist dabei das sogenannte Freemium-Model. Das bedeutet, dass ein Teil der Inhalte (meistens der deutlich größere) kostenlos ist und andere Inhalte nur gegen Bezahlung zu haben sind. 52 deutsche Tageszeitungen haben sich bisher für dieses Modell entschieden.

21 Zeitungen bevorzugen aktuell das „Metered Model“. Dieses Modell funktioniert so, dass eine bestimmte Zahl von Artikeln pro Monat kostenlos ist. Wird diese Zahl überschritten, kann der User zwar noch die Seite sehen, einzelne Artikel aber dann nur noch gegen Gebühr abrufen bzw. ein entsprechendes Abo abschließen. Nur eine kleine Minderheit von drei Zeitungen hat sich für die ganz rigorose Möglichkeit entschieden: Sie haben ihr Online-Angebit komplett hinter eine Paywall gesteckt. Den Ausnahmefall bildet (mal wieder) die „taz“: Sie setzt auf freiwillige Bezahlung. Das bedeutet, dass zwar eine Paywall eingerichtet ist. Sie lässt sich aber mühelos wegblicken.

Eine Übersicht aller deutschen Paid-Content-Angebote hat der BDZV bereit gestellt.

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