Digitales Leben 28. Mai 2014

Blogger 2014: Hoch gebildet, selbständig – und arm…

by Christian Jakubetz

Bloggen ist für die allermeisten nach wie vor etwas, was man aus allen möglichen Gründen tut – nur nicht, um damit richtig Geld zu verdienen. Die meisten deutschen Blogger jedenfalls können von ihrer Tätigkeit nicht mal ansatzweise leben…

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Die Mehrheit der Blogger in Deutschland verdient mit ihrer Tätigkeit offenbar nicht genug, um davon vollständig den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Das geht aus der Studie Blogger 2014 – Das Selbstverständnis von Themenbloggern und ihr Verhältnis zum Journalismus – hervor. Demnach verdienen von den 330 befragten Bloggern, die angaben, mit ihrer Tätigkeit Einnahmen zu generieren, fast 80 Prozent weniger als 500 Euro im Monat. Signifikante Gewinne (ab 1.000 Euro) erzielen weniger als zehn Prozent der Blogs. Für die Studie befragte die Universität Hohenheim im Auftrag des Deutschen Fachjournalisten-Verbands (DFJV) 535 Themenblogger.

Interessant ist an der Studie auch anderes: Demnach haben 50,5 Prozent der Befragten einen Hochschulabschluss. Mit über 50 Prozent ist auch die Zahl der Selbständigen unter ihnen überproportional hoch. Gleichwohl kommen sie nach den Erkenntnissen der Studie nur eher selten aus dem klassischen Journalismus: 72 Prozent der Befragten haben noch nie journalistisch gearbeitet.

Blogger sind zudem Einzelkämpfer. Von den Befragten gaben über 90 Prozent an, ihr Blog alleine zu führen. Am beliebtesten unter den Themen sind übrigen Kultur und Medien. 40 Prozent beschäftigen sich in ihren Blogs damit, weitere 33 Prozent mit den Themen Computer, Technik und Internet.

Comments 2
  • Als Blogger zu starten finde ich in heutigen Zeiten ganz klug. Meiner Meinung nach sollten bevorstehende Blogger/Gründer/Selbständige sich eine Pipeline und ein Konzept zurecht legen, also welche Kunden warum/wann/wie/wo angesprochen werden. Selbständigkeit ist mitunter auch eine Sache der Organisation, finde ich.

  • Ganz „interessant“ finde ich ja auch das Geschäftsmodell von Statista:
    Fremde Daten nehmen, großzügig unter (angeblich) eigener CC-Lizenz (natürlich mit Attribution/Namensnennung an sich selber) „lizensieren“, bzw. teilweise auf Ihrer Website Quellen unterschlagen, solange man sich nicht einer Registrierung unterwirft… (sprich: diverse Daten von sich preisgibt)

    Moralisch, wissenschaftlich und juristisch sehr fragwürdig.

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