Links oben 16. April 2014

Links oben: Kleine Ängste, große Mutmacher

by Christian Jakubetz

Es ist und bleibt vorerst das ganz große Thema unserer Branche: Wie finanzieren wir uns weiter, wovon wollen (und können) wir leben? Deshalb heute mal wieder eine Spezialausgabe zum Thema „Geld“. Mit dabei: eine Preiserhöhung als Hoffnungsträger, ein ängstlicher Großkonzern, neue Blätter und ein paar Gedanken zum Thema Online-Werbung.

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Zeitungen allgemein, die Münchner „Abendzeitung“ zumal – sie stehen seit Monaten mal wieder im Fokus der Diskussionen. Die AZ hat bekanntlich Insolvenz angemeldet – und greift jetzt zu einer auf den ersten Blick sehr erstaunlichen Maßnahme: Sie erhöht die Verkaufspreise. Und zwar nicht um irgendwelche symbolischen Centbeträge, sondern einigermaßen drastisch. Was sich das Blatt davon verspricht und wie es mit der AZ weitergehen soll: hier entlang.

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Eine ungewöhnliche Idee also, die sie da bei der AZ verfolgen. Und wie das eben so ist: In schwierigen Situationen kommen Menschen auch auf solche ungewöhnlichen Lösungen. Die NZZ berichtet über Journalisten, die aus der Not, nämlich der Schließung ihrer Blätter, eine Tugend gemacht haben. Und einfach mit eigenen Blättern und Ideen weitermachen. Das ist sicher mühsam, abenteuerlich und ungewohnt. Aber eben auch: keineswegs unerfolgreich.

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Es ist ja ansonsten auch nicht gerade so, dass in den großen und bisher ökonomisch sehr erfolgreichen Verlagen nicht auch eine gewisse Zukunftsskepsis spürbar wäre. Der Chef von Axel Springer geht sogar weiter: Man habe vor Google „Angst“, schreibt Matthias Döpfner in einem offenen Brief an den Branchenriesen. Döpfner räumt ein, wie sehr die gesamte Branche inzwischen von Google abhängig ist.  De facto, so der Springer-Chef weiter, stelle Google inzwischen ein „globales Netz-Monopol“ dar.

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Sieht man davon ab, dass Google natürlich auch beim Anzeigenverkauf weltweit ganz vorne liegt, sieht Karsten Lohmeyer noch ein ganz anderes Problem: die Preise, zu denen Werbung im Netz verkauft. Sie müsse, so fordert er, „endlich fair bezahlt werden“.

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