Social Media 30. März 2014

Warum Medien an Facebook (noch) nicht vorbeikommen

by Christian Jakubetz

Erst Facebook, dann lange nichts – auch wenn von verschiedenen Social-Media-Experten eine schwindende Bedeutung des Netzwerkriesen vorhergesagt wird, momentan deutet nichts darauf hin, dass Medien mittelfristig an Facebook vorbeikommen…


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Zu Zeiten des großen Social-Media-Booms hatte RTL das Netzwerk „Wer kennt wen“ gekauft. In der vergangenen Woche wurde klar: „WKW“ soll an einen Investor verkauft werden. Findet sich ein solcher nicht, dann dürfte es demnächst vorbei sein und das Netzwerk eingestellt werden. Die Dominanz von Facebook wird für die kleineren und vor allem für die auf den deutschsprachigen Raum begrenzten Netzwerke zunehmend zum Problem, die ehemals so erfolgreichen „VZ“-Seiten beispielsweise sind schon komplett untergegangen.

Aber auch alle anderen Netzwerke stehen deutlich im Schatten von Facebook und bedienen gemessen an diesen Größenordnungen eher Nischen. „Xing“ beispielsweise hält sich gut, weil es sich ausschließlich auf berufliche Kontakte konzentriert und der US-Konkurrent „LinkedIn“ im deutschen Markt noch nicht so wirklich Fuß gefasst hat. Twitter und Tumblr liegen mit jeweils gut drei Millionen Besuchern hinter „Xing“. Alle anderen Netzwerke in Deutschland bedienen tatsächlich nur noch Nischen und spielen auch teilweise wegen ihrer inhaltlichen Ausrichtung aus journalistischer Sicht und als Trafficbringer keine bedeutende Rolle.

Die Daten wurden von comScore zur Verfügung gestellt und beziehen sich auf die Unique Vistors via PC. Google+ ist nicht Teil der Erhebung, da es sich um eine Sub-Domain von Google.com handelt. Die Grafik ist kein Ranking im Sinne einer Top-10-Aufstellung, sondern bildet die Besucherzahl ausgewählter Seiten ab.

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