Digitales Leben 6. Januar 2014

Das typische Online-Abo kostet 8 Euro

by Christian Jakubetz

Geht der Trend weiter zum Bezahlen von journalistischen Inhalten im Netz? Zumindest nach Auffassung des BDZV ist die Antwort eindeutig: Bis zum Ende des Jahres 2014 sollen es über 100 Zeitungen in Deutschland sein, die ihre Leser nach unterschiedlichen Modellen zur Kasse bitten. Gefragtestes Modell ist dabei ein Online-Abo, das im Monat durchschnittlich rund 8 Euro kostet.

paidcontent

„Die Zahlen zeigen: Die Menschen sind bereit, auch in der Digitalwelt für gute journalistische Inhalte zu bezahlen“, sagt Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der BDZV-Geschäftsleitung, und ergänzt: Online-Vertriebserlöse seien neben weiteren Innovationen im Anzeigengeschäft elementar für langfristig erfolgversprechende Geschäftsmodelle. Für Ende 2014 rechnet der BDZV mit über 100 Zeitungen, die ihre Websites gegen Entgelt anbieten.

Wie die BDZV-Untersuchung weiter zeigt, setzen zwei Drittel der Verlage auf ein Online-Abo, das im Durchschnitt acht Euro pro Monat kostet. Ein Tagespass, den über 60 Prozent anbieten, kostet im Schnitt 1,10 Euro. Nur bei wenigen Verlagen (fünf Prozent) besteht die Möglichkeit, einzelne Artikel zum Preis zwischen 3 und 30 Euro-Cent zu kaufen. Darüber hinaus bieten immer mehr Häuser auch ein Digital-Abonnement bestehend aus komplettem Online-Zugang und E-Paper an, das durchschnittlich 19,30 Euro teuer ist.

Gefragt nach den genutzten Paid-Content-Modellen zeigt die Expertise einen klaren Trend auf: Demnach setzen 71 Prozent der Zeitungen auf die Freemium-Variante. Hierbei entscheidet die Redaktion, welche Beiträge kostenpflichtig sind. Knapp ein Viertel nutzt die sogenannte Metered-Version, bei der im Schnitt 17 Klicks frei sind. Bei fünf Prozent der Verlage sind sämtliche Artikel nur gegen Entgelt lesbar und eine Zeitung setzt auf eine freiwillige Bezahlung. Die Liste mit den Zeitungen, die Paid Content eingeführt haben, ist unter www.bdzv.de/paidcontent.html zu finden.

Comments 1
Leave a comment

*

*