Medienwandel 20. Dezember 2013

Audios: Nur die Stimme zählt

by Christian Jakubetz

Ob mit Smartphones oder am eigenen Rechner: Die Produktion von Audios ist inzwischen eine vergleichsweise einfache Sache geworden. Egal, ob als Podcast, als Tonspur für Videos oder als Element für multimediale Reportagen: Journalisten sollten Audio können. Start in eine kleine Universalcode-Serie zum Thema „Audioproduktion“.

Ein Mikro und ein bisschen Software: Audioproduktion ist in den letzten Jahren erheblich einfacher geworden. (Foto: Andreas Carjell/pixelio.de)
Ein Mikro und ein bisschen Software: Audioproduktion ist in den letzten Jahren erheblich einfacher geworden. (Foto: Andreas Carjell/pixelio.de)

Klar, alles redet vom Thema Video — und dass Bewegtbild schon eine große Sache im Netz ist und vermutlich noch erheblich größer werden wird, das bestreitet auch kaum jemand mehr. Trotzdem gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die dafür sprechen, sich mit Audios zu beschäftigen.

  • Audios sind vergleichsweise schnell produziert.
  • Audios sind mittlerweile auch von unterwegs aus eine echte Option.
  • Nicht immer gibt es bei einer Geschichte gute Bilder – gute Töne dagegen schon viel eher.
  • Audios bearbeiten zu können, ist eine Grundlage für Videos und multimediales Storytelling.

Die Audioproduktion, auch das kommt hinzu, ist inzwischen nicht nur eine kostengünstige Angelegenheit geworden. Sie ist auch technisch einfacher denn je. Sie lässt sich de facto heute von jedem gängigen Smartphone aus bewerkstelligen. Dazu benötigt man lediglich eine App für die Aufnahme und ggf. Schnitt und optional noch ein externes Mikrofon.

Zubehör und mehr

Aber auch dann, wenn man mit stationärem und etwas aufwändigerem Equipment an die Sache herangehen will: Für rund 200 Euro, so schätzt der Düsseldorfer Radiomacher und Universalcode-Autor Daniel Fiene, lässt sich eine Ausrüstung beschaffen, die bereits professionellen Ansprüchen genügt, auch wenn man dafür natürlich noch keine Highend-Studioqualität erwarten darf. Trotzdem: Ein digitales Aufnahmegerät passabler Qualität ist in dieser Preisklasse bereits mühelos zu bekommen. Und ein Schnittprogramm für ordentliche Ansprüche gibt es  schon seit Jahren kostenlos: Wer nicht gerade ganze Hörspiele produzieren will, kommt mit „Audacity“ (Download) jederzeit gut über die Runden. Andere Schnittprogramme können preislich schon mal in den Bereich von 500 Euro gehen — aber die braucht man in der Tat wohl nur, wenn man überaus professionell produzieren will.

Aber braucht man, will man Audios machen, nicht auch die klassische, ausgebildete Radiostimme? Nein, sagt Daniel Fiene entschieden — wichtiger seien mittlerweile Persönlichkeit und Authentizität. Sein Tipp: „Niemals versuchen, einen Radiomoderator zu imitieren.“

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