Social Media 24. Oktober 2013

Mutlos im digitalen Medien-Land

by Christian Jakubetz

Neuland bleibt Neuland: Im Internet agieren Unternehmen immer noch weitgehend mutlos. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Agentur „Virtual Idendity“ gemeinsam mit der Universität St. Gallen. Die Kommunikations-Entscheider nehmen demnach vorwiegend eine „defensive und abwartende Haltung“ ein. Zudem fehlt es in einem Großteil der befragten Unternehmen an einer Strategie.

Infografik

Ganz offensichtlich werden demnach die vielen Potenziale neuer und sozialer Kanäle nur sehr wenig genutzt. Für 80 Prozent der für die Studie befragten Unternehmen ist immer noch die klassische Webseite der zentrale Ort für Kommunikation aller Art. Direkte Interaktion und Echtzeitkommunikation, die beiden wesentlichen und neuen Bestandteile der sozialen und digitalen Medien, werden nach den Erkenntnissen der Studie bislang nur sehr wenig genutzt. Eine weitere Erkenntnis der qualitativen Studie ist die oftmals geringe Nähe zum Online-Nutzer. Das Potenzial aus der direkten Interaktion bzw. der Echtzeitkommunikation im integrierten Multi-Channel-Mix bleibt also größtenteils ungenutzt. Kommunikation im Netz ist demnach also sehr häufig immer noch eine Einbahnstraße.

Downloads

Die vollständige Studie steht hier kostenlos zum Download bereit:

http://virtual-identity.com/story/wissen/status-quo-der-digitalen-corporate-communication

Eine Präsentation zur Studie ist auf Slideshare erhältlich:

http://de.slideshare.net/Virtual_Identity_AG

Auch die Inhalte sind nach wie vor nicht wirklich digital bzw. originär für digitale Kanäle erstellt.  84 Prozent der Befragten gewinnen einen Großteil ihrer Inhalte immer noch aus dem Recycling bereits bestehender „analoger“ Materialien. Eigene Inhalte für digitale Kanäle sind immer noch eher die Ausnahme denn die Regel, nehmen allerdings nach den Ergebnissen der Studie wenigstens langsam zu.

Wer angesichts dieser Zahlen auf die Idee kommt, möglicherweise fehle es den Unternehmen einfach nur an einer Idee, an einer übergeordneten und zusammenfassenden Strategie, liegt gar nicht mal falsch:  85 Prozent der Befragten räumen ein, dass eine solche Strategie in ihrem Haus noch nicht gibt.

Die Universität St. Gallen befragte im Auftrag von Virtual Identity Großunternehmen, Wissenschaftler und Experten  aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Maßnahmen für einen erfolgreichen Digital Footprint.

In einer komplexen und sich schnell verändernden Medienwelt reicht es nicht mehr, sich auf einzelne digitale Kanäle zu fokussieren. Um einen aussagekräftigen und wirkungsvollen Digital Footprint im Netz zu hinterlassen, müssen Unternehmen an einer kanalübergreifenden Strategie ihrer digitalen Kommunikation arbeiten. „Wir müssen im Blick behalten, welche Wirkung wir mit unseren Themen und Inhalten in den verschiedenen Sphären der digitalen Öffentlichkeit erzeugen“, erklärt Dr. Nadja Parpart, Account Director bei Virtual Identity. Nur dann können Unternehmen die Wirkung des Digital Footprint weiterentwickeln und aktiv mitgestalten.

 

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