Digitales Leben 14. August 2013

Torial: Ein neues Netzwerk für Journalisten

by Christian Jakubetz

Wenn man etwas in den letzten Jahren oft gehört hat, dann das: Journalisten sollen sich mehr als Unternehmer begreifen, sich und ihre Arbeit präsentieren. Bisher hatte man dabei vor allem an Blogs, eigene Webseiten oder soziale Netzwerke gedacht. Mit „Torial“ gibt es jetzt ein neues Tool, mit dem sich Journalisten im Netz präsentieren können: einfach, schnell, übersichtlich, aktuell und kostenlos.

torial

Zumindest vorläufig – die Seite befindet sich noch im Beta-Stadium, die Macher kündigen selbst an, dass es möglicherweise kostenpflichtige Zusatzfunktionen geben wird. Die Grundfunktion von „Torial“ soll aber dauerhaft kostenfrei bleiben.

„Torial“ ist dabei ein bisschen wie eine Mischung aus Xing und Facebook. Auf der einen Seite hat es eine Visitenkartenfunktion wie Xing oder LinkendIn. Nur, dass diese „Visitenkarten“ deutlich übersichtlicher, ausführlicher und vor allem für die Bedürfnisse von Journalisten besser angepasst sind. Vor allem die Aktualisierungen sind einfacher und schneller als in den gängigen Job-Netzwerken: einfach einen Link einfügen, der Rest macht die Seite selber. Festlegen kann man noch die Kategorie, aus der der Beitrag stammt (auch wenn erstaunlicherweise die Kategorie Blogs fehlt). Auch Audios und Videos kann man in dieses Portfolio aufnehmen.

Daneben soll „Torial“ aber nicht einfach eine eindimensionale Visitenkartensammlung sein, sondern auch die Funktion eines journalistischen Netzwerks erfüllen. Idealerweise – so die Idee dahinter – ist „Torial“ auch eine Vernetzungs- und Vermarktungsplattform für Journalisten, ihre Ideen und ihre Projekte. Portfolios von teilnehmenden Journalisten lassen sich dementsprechend auch abonnieren und so im Blick behalten.

Zwei kleine Nachteile stechen allerdings ins Auge. Erstens der, mit dem alle Start-ups zu kämpfen haben: die Zahl der vernetzten Medienmacher ist derzeit noch ziemlich überschaubar. Und zweitens: Direkt übersichtlich sind die Portfolios noch nicht gestaltet, einiges sieht sehr danach aus, als habe man einfach alles, was man zu bieten habe, in eine große Schachtel geworfen. Dennoch, die Idee könnte Potential haben. Man darf gespannt sein, wie es mit „Torial“ weitergeht.

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