Aktuell, Links oben 18. Januar 2013

Links oben: Abspringen, aufspringen, anspringen

by Christian Jakubetz

Die unfreiwillige und traurige Veränderung einer Journalistin – und die neuesten Veränderungen beim Publikum und beim Zuschauer: heute bei „Links oben“.

absprung

Normalerweise drehen sich die Lesetipps hier gerne mal um technische Neuentwicklungen oder Netztrends. Heute geht es mal um eine sehr persönliche Geschichte: das Blog einer Redakteurin, die durch die Entlassung der Redaktion der „Westfälischen Rundschau“ über Nacht de facto ihre Existenzgrundlage verloren hat, der langsam der Boden unter den Füßen schwindet und dennoch nicht aufgeben will. Die Medienkrise bekommt ein Gesicht, wird weniger abstrakt – und man ahnt, was es eigentlich bedeutet, wenn mal eben eine Redaktion  geschlossen wird. Deshalb: Lesen!

***

Wenn es um Geld geht, dann wird momentan am liebsten darüber diskutiert, ob der User bereit ist, für Journalismus im Netz auch Geld auszugeben. Ein Ansatz, der für Universalcode-Autor Dirk von Gehlen zu kurz greift: „Das Verhältnis zwischen Bühne und Publikum wird aktuell neu verhandelt. Vielleicht erstmal nur in Nischen und bei Spezial-Themen, die auslösende Veränderung gilt aber auch für den Massenmarkt.“

***

Es dürfte eines der nächsten größeren Themen bei der Mediennutzung werden: der so genannte „second screen“, mit dem TV-Zuschauer das laufende Programm begleiten. Einen „Milliardenmarkt“ sehen Experten wachsen – und in der Tat gibt es inzwischen kaum einen Sender mehr, der dieses Thema nicht auf dem Radar hätte.  In den USA nutzen jetzt schon 80 Prozent der Tablet- und Smartphone-Besitzer mindestens einmal im Monat einen „second screen“, 40 Prozent sogar täglich. Das und andere Trends – hier.

Leave a comment

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .