Aktuell 28. November 2011

Journalistentag: Sicher ist nur die Veränderung

by Christian Jakubetz

Hochprofessionell, hochmotiviert, hochqualifiziert, multimedial versiert – mit diesen Attributen beschrieben Medienexperten und Medienmacher beim Journalistentag des DJV-Landesverbandes NRW, welche Zukunftsanforderungen an Journalisten sie sehen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vor fast 500 Besuchern mit einem Streitgespräch darüber, wie frei Journalisten in ihrer Darstellung sein dürfen, um Auflage und Quote zu erreichen. Während Tom Kummer, legendärer Interviewfälscher aus Los Angeles, seine frei erfundenen Begegnungen mit Hollywoodgrößen als unterhaltsame Lektüre verteidigte, mahnte Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen: „Sie müssen nichts erfinden, um erfolgreich zu sein – Sie müssen einfachen härter arbeiten.“

In 15 Foren diskutierten fast 500 Besucher mit über 40 prominenten Referentinnen und Referenten aus allen Medienbereichen über Zukunfts­perspektiven. Ein Fazit vieler Runden: In der veränderten Medienwelt sind Innovation, Professionalität und Qualität gleichermaßen gefordert, um in Zukunft bestehen zu können.

Zugleich machte der Journalistentag auch klar, dass klassische journalistische Tugenden im Kampf um Quote, Auflage und Schnelligkeit nicht auf der Strecke bleiben dürfen. Im Forum Recht diskutierten prominente Gerichtsreporter wie Gisela Friedrichsen (Spiegel) und der ARD-Rechtsexperte Karl-Dieter Möller über die schwierige Gratwanderung zwischen fundierter Berichterstattung und der Sensationslust der Medien.

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